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In der Weihnachtsbäckerei

19. November 2018 In der Weihnachtsbäckerei

Von Vanillekipferl über Lebkuchen bis hin zu Linzer Augen. Spätestens wenn die ersten Flocken vom Himmel fallen, sind Weihnachtskekse „in aller Munde“. Michaela von „Flowers in the Salad“ blickt in die Keksdosen der EUROPARK-Gastronomen und verrät nicht nur, wo ihre liebsten Weihnachts-bäckereien zu finden sind, sondern hat auch hilfreiche Tipps für ein entspanntes backen Zuhause.

Wenn draußen die Kälte klirrt, gibt es doch nichts Schöneres als den verführerischen Duft von Zimt, Vanille und Kardamom, der durchs Haus zieht. Seien es Rezepte altbewährter Klassiker, die über Generationen weitergegeben werden, oder neue, kreative Bäckereien. Schon lange vor Winter­beginn freuen wir uns auf die Kekszeit. Und zwar nicht nur wegen ihres Geschmackes. Denn ein Weihnachtskeks ist für viele mehr, als nur eine leckere Nascherei. Es ist die Er­innerung an verschneite Wintertage, an denen wir bereits als Kinder zuhause Kekse ausgestochen, sie mit Marmelade bestrichen und verziert haben. Es ist der Duft nach süßem Apfelpunsch, das kuschelige Gefühl, in eine warme Decke eingewickelt zu sein, und dabei natürlich Gebäck zu genießen. Erinnerungen, die weihnachtliche Bäckereien zu etwas ganz Besonderem machen. Dass nicht nur Selbstgebackenes die Mundwinkel aller Nachkatzen nach oben wandern lässt, das be­weisen die abwechslungsreichen Keksgebäcke der Gastronomen im EUROPARK.

ALLES IN BUTTER!

In The Bakery by Didi Maier wird das Nudelholz auf kreativen Teigen gerollt. „Normale“ Kekse? Fehlanzeige. Die einzigen Klassiker, die man in diesem trendigen Lokal findet, sind das beliebte Früchtebrot und Stollen. Dieses Jahr dürfen wir uns außerdem auf leckere vegane Weihnachtskekse freuen. Ein ganz besonderes Highlight in der Adventszeit sind die Baiser-Tannenbäumchen. Sie schmecken herrlich, knuspern schön im Mund und sind richtig hübsch anzusehen. Da das Windgebäck nicht kleckert, ist es zudem eine sehr nette Dekoration für den festlich gedeckten Tisch zuhause.

In Didis The Bakery wird großer Wert auf Regionalität und hochwertige Zutaten gelegt. Sie verwendet zum Beispiel ausschließlich Salzburger Butter. „Transfette und Palm­öle sind ein absolutes No-Go in der Backstube“, so Christina Maier. Sie hat einen besonders tollen Tipp für Keksbackanfänger: „All jene, die nicht so oft backen, können probieren, die Butter durch pflanzliche Margarine zu ersetzen. Sie bewirkt, dass der Teig nicht so schnell bröselig wird und somit das Kneten und Ausstechen leichter funktioniert. Und die Sterne, Schneeflöckchen und Co. bleiben so auch schöner in Form.“

Die INTERSPAR-Bäckerei setzt auf bewährte Kreationen, die zu Recht Jahr für Jahr großen Anklang finden. Von Nusseckerl über Linzer Augen bis hin zu Florentinern ist für jeden süßen Gaumen etwas dabei. Die Kekse schmecken deshalb so fein, weil sie zu 100 Prozent aus österreichischem Mehl und österreichischer Butter zubereitet werden. Eine Selbstverständlichkeit für die Bäckerei ist auch, auf gesunde Zutaten zu achten. Mein Lieblingskeks ist ganz klar das mürbe Vanillekipferl, das beim Essen fast auf der Zunge zergeht.

ALTBEWÄHRTE KLASSIKER NEU INTERPRETIERT!

Das Organic Ware­house macht sich einmal mehr einen Namen durch seine kreativen, veganen Kreationen. Seine Spe­zialität für die heurige Weihnachtszeit ist der „Raw Gingerbread Cake“, also ein weihnachtliches Dessert, das wunderbar nach Lebkuchen und Zimt schmeckt. Dass kein raffinierter Zucker, sondern ausschließlich Datteln zum Süßen verwendet werden, ist genauso genial wie die Tatsache, dass dieser Raw Cake ganz ohne Mehl auskommt, da er aus fein gemahlenen Nüssen besteht. Julia Ulrich, einer der kreativen Köpfe im Team des Organic Warehouse, erzählt mir mit Herz und Seele, worauf es bei ihnen ankommt: „Unsere Speisen sind allesamt auf pflanzlicher Basis gemacht. Oberste Priorität haben hochwertige, saisonale Bio-Zutaten, die zum größten Teil aus der Region stammen.“ Sie liebt es, bewährte Kreationen neu zu interpretieren. Da findet man schon mal ein „rohes“ Vanillekipferl neben dem Kaffee oder Kekse, die durch die Verwendung von Kokosmehl auch glutenfrei sind.

Ihr Tipp für all jene, die gerne etwas Neues in der Keksbackstube zuhause ausprobieren möchten: „Lasst einfach mal die Eier weg. Oft reicht es schon, wenn man diese durch etwas (Pflanzen-)Milch oder ein „Leinsamenei“ (1 Esslöffel gemahlene Leinsamen vermischt mit 3 Esslöffel Wasser) ersetzt. Es kann auch sehr lecker schmecken, wenn stattdessen etwas zerdrückte Banane in den Teig gemischt wird.“

KEKSE BACKEN ZUHAUSE

Damit auch in den eigenen vier Wänden ein stressfreies Keksebacken garantiert ist, hilft es, ein paar kleine Tricks zu beachten. Oft übernimmt man sich aber bei der Anzahl der Rezepte, die man dieses Jahr umsetzen will, und merkt, dass aus der gemütlichen Weihnachtsbäckerei eher eine körperliche und vor allem mentale Herausforderung geworden ist. Damit also die Freude beim Keksebacken im Vordergrund steht, empfehle ich: Weniger ist mehr! Wer sich bereits vorab eine kleine, aber feine Auswahl an Rezepten zurechtlegt, wird das Backen viel mehr genießen können und nicht schon während des Tages vor Erschöpfung das Hand- bzw. Geschirrtuch werfen müssen.

Am besten ist es, man setzt auf eine überschaubare Mischung aus neuen Rezepten und altbewährten Klassikern, von denen man genau weiß, dass sie gelingen. Eine tolle Idee ist es auch, mit ein paar Freunden ein „Cookie-Sharing“ zu machen. Jeder, der dabei ist, macht eine oder zwei Sorten Weihnachtsgebäck in großen Mengen. Diese werden dann untereinander ausgetauscht. Das spart Zeit und bringt zusammen mit den Köstlichkeiten der EUROPARK-Profis tolle neue Kekssorten in die Vorratsdosen.

MIT KINDERN BACKEN

Gerade wenn man mit Kindern Kekse backt, heißt es: Je einfacher, desto besser. Kinder brauchen keine aufwendigen Rezeptneuheiten. Sie wollen den Teig kneten und zwischen den Fingern drücken, mit dem Mehl stauben, heimlich Teig naschen, lustige Formen ausstechen und dann mit bunten Streuseln und Zuckerguss verzieren. Hier steht natürlich das Backen an sich im Vordergrund. Unkomplizierte Teige wie Mürbteig oder Lebkuchen bilden sozusagen die „Malunterlage“. Mit Nüssen, Streusel, Hagelzucker, Silberperlen, Schokolade, Smarties etc. kann der Kreativität freien Lauf gelassen und jeder Keks zu einem Kunstwerk gemacht werden.

Für die einen sind es die klassischen Lebkuchen, für die anderen vegane Zimtsterne. Jeder von uns hat wohl seine eigenen, persönlichen Favoriten, die uns jedes Jahr aufs Neue die Weihnachtszeit versüßen. Frohes Backen!

HONIGKEKSE

Weiche Honigkekse, die in kürzester Zeit zubereitet sind und seit Jahren zu den Lieblingsplätzchen in unserer Familie zählen.

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Honig
  • 2 Eier
  • 60 g Butter
  • 180 g Staubzucker
  • 500 g (Vollkorn-)Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

Außerdem:

  • Marillenmarmelade
  • Staubzucker

Zubereitung:

Die Butter zusammen mit dem Honig und den Eiern in einen Topf geben und erwärmen (nicht heiß machen), bis die Butter geschmolzen ist. Etwas abkühlen lassen. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen. Die Flüssigkeit dazu leeren und die Masse per Hand oder in einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig kneten. Eine halbe Stunde kalt stellen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausrollen. Kekse ausstechen, mit etwas Abstand auf das Backblech legen und im vorgeheizten Backofen ca. 6 bis 8 Minuten lang backen, bis die Ränder leicht Farbe annehmen. Komplett auskühlen lassen. Anschließend jeweils ein Keks mit Marillenmarmelade bestreichen und mit einem zweiten Stück abdecken. Staubzucker auf die Honigkekse sieben und in einer Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahren.

Gut zu wissen: Die Kekse sind anfangs knusprig, werden aber durch die Marmelade nach ein paar Tagen wunderbar weich.

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