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Fitness für alle

14. März 2019 Fitness für alle

Fitness für alle

Die Feiertage sind für unseren Körper durchaus eine Herausforderung: An üppigen Mahlzeiten mangelt es selten, dafür umso mehr an Bewegung. Genau das macht es jetzt im Frühling nicht einfach, wieder in Schwung zu kommen. Eine durchdachte Strategie und Ideen, die Spaß machen, sind daher gefragt.

Mein 4-Punkte-Programm für den ganzen Körper und die ganze Familie soll all jene inspirieren, die ihr Fitnesslevel mit Leichtigkeit – und natürlich im Alltag leicht umsetzbar – steigern möchten. Viel Spaß!

1) Kids4Fun: back to the roots

„Trainieren wie ein Kind“, das ist in den USA bereits der letzte Schrei. Kein Wunder, je älter wir werden, umso mehr vergessen wir die für unseren Körper eigentlich völlig natürlichen Bewegungsabläufe und Körperhaltungen. Und so kommen viele von uns schon mit 30 Jahren nicht mehr ohne Probleme in die Hocke, können sich im Vierfüßlerstand nicht vorwärtsbewegen oder gar die Balance auf einem Bein halten. Für Kinder ist es hingegen eine absolute Selbstverständlichkeit, am Boden herumzutollen, über Sessel zu klettern oder darunter durchzukriechen, zu balancieren oder zu springen. Damit die Kleinen auch bei schlechtem Wetter diese sehr ursprünglichen und natürlichen Fähigkeiten ausleben können, ist mein Tipp ein actionreicher Wohnzimmer-Parcours. Der Kreativität bei den einzelnen Stationen sind klarerweise keinerlei Grenzen gesetzt: auf Holzleisten am Boden balancieren, von Polster zu Polster springen, über Tritthocker klettern, unter dem Tisch durchrobben, vom Türstock baumeln oder Gummistiefel-Weitwerfen auf der Terrasse. Und auch wir Erwachsenen profitieren von einem solchen Parcours. Es macht Spaß, wieder Kind zu sein, dabei gleichzeitig dem Körper Gutes zu tun und zurück zu den Wurzeln unserer Beweglichkeit zu finden.

Buchtipps:

  • „Praxisbuch Bewegungsförderung. Bewegung in Kindergarten und Früherziehung“ von Renate Csellich-Ruso (erhältlich bei Thalia € 24,50)
  • „Paleo Workouts: Das natürliche Bewegungstraining“ von Bernd Reicheneder und Daniel Müller (erhältlich bei Thalia € 25,90)

2) Friends4Fun: gemeinsam gegen den inneren Schweinehund

Nach dem Winter mit seinen vielen gemütlichen Feiertagen fehlt es oft an Motivation. „Gemeinsam“ lautet dann die Zauberformel, denn das sogenannte „Buddy System“ bewährt sich immer wieder. Statt zu einem Kinoabend oder auf einen Cocktail in der Lieblingsbar lieber mal mit Freunden zum Yoga- oder Pilates-Kurs verabreden. Ein Cocktail sollte sich doch auch nach getaner Arbeit noch ausgehen. Der fixe Termin sowie die gute Laune in der Gruppe fördern erwiesenermaßen die Motivation. Wem der Sinn mehr nach Natur steht, der kann sich auch frei nach dem Motto „Frischluft-Fitness statt Fitnessraum“ unter freiem Salzburger Himmel zum Lauftreff verabreden. Apps können hierbei sehr nützlich sein und spornen uns zusätzlich an. Runtastic oder Endomono lassen beispielsweise Ziele formulieren, ein Trainings-Tagebuch führen und Laufrouten festlegen. In der Online-Community finden sich stets viele Gleichgesinnte für die gemeinsamen Vorhaben. Wer sich einen guten Überblick über das Bewegungspotenzial im Alltag verschaffen möchte, kann mithilfe der App „Move X“ nachvollziehen, wie viele Kilometer zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto zurückgelegt wurden. Denn jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.

Empfehlungen:

3) Brain4Fun: Training mit „Köpfchen“

Unser Gehirn leistet täglich jede Menge Arbeit. Wie ein Muskel will es gefordert und vor allem gepflegt werden. Auch die tägliche Dosis Gehirnjogging lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Ganz einfache Übungen schmieren eingerostete Nervenbahnen: Einfach den linken Ellenbogen zum rechten Knie bringen und umgekehrt. Wem das zu simpel ist, der sucht sich eine Herausforderung für Fortgeschrittene: Jonglieren mit drei Bällen zum Beispiel. Alles unterhalb unseres Kopfes wird jeweils von der gegenüberliegenden Gehirnhälfte kontrolliert, also der linke Ellenbogen von der rechten Gehirnhälfte. Diagonalbewegungen dieser Art helfen dabei, die Gehirnhälften zu verbinden, die Durchblutung zu fördern und vermehrt Glückshormone wie Serotonin auszustoßen. Besonders hilfreich ist es, besagte Übungen durchzuführen, bevor man etwas Neues lernt. So merkt man sich vieles einfach viel leichter.

Bewegungsformen wie Pilates inkludieren reichlich solcher Diagonalbewegungen. Auch wird dabei gezielt unsere Körperhaltung, Konzentration sowie Balance trainiert. Allesamt Aspekte, die für ein fittes Gehirn essenziell sind. „Power Posing“ – das ist eine Körperhaltung, die jener des Superman im Sturzflug gleicht. Sie hebt erwiesenermaßen die Stimmung und lässt das Stresslevel sinken. Stress ist schließlich Gift für unser Gehirn. Neben der heldenhaften Körper­haltung finden wir auch mithilfe von Meditations-Apps wie etwa „Headspace“ zu mehr Entspannung. Und während Bewegung und Entspannung zwar wertvoll sind, spielt der Aspekt der Ernährung ebenso eine wesentliche Rolle. So kann das Gehirn mit Polyphenolen wie etwa im Grüntee, Rohkakao oder Blaubeeren unterstützt werden. Sie verringern den kognitiven Abbau und fördern die Neurogenese.

Buchtipps:

  • „Das Gehirn in Balance“ von Ken Russel und Philip Carter (erhältlich bei Thalia € 7,95)
  • „Glückscoach – Power Posing. Präsent und überzeugend im Alltag“ von Karin Albrecht (erhältlich bei Thalia € 13,90)

4) Kollegen4Fun: die Moves für einen bewegten Büroalltag

Sitzen ist bekanntlich das neue Rauchen. Studien belegen, dass nur zehn Minuten Bewegung pro Stunde dabei helfen, gesundheitliche Folgen von zu langen Sitzperioden zu reduzieren. Grundsätzlich aber sollten wir nicht mehr als drei Stunden pro Tag sitzen. Dabei helfen können neben Stehschreibtischen auch Apps wie „Stand Up!“. Sie erinnern einen schlichtweg daran, regelmäßig aufzustehen. Unter gesundheitsbewussten Kollegen kann man sich außerdem die App „ErgoMinder“ zulegen, sich gemeinsame Ziele stecken oder gleich daraus eine Office-Challenge machen. Die App setzt es sich zum Ziel, den Büroalltag gesünder zu gestalten. So liefert sie einfach durchzuführende Mikro-Übungen für Augen, Nacken, Handgelenke und Co, die den Büroalltag unterbrechen, und eine Erinnerungsfunktion, um die kurzen Einheiten auch nicht zu vergessen. Beim gemeinsamen Mittagessen kann man gleich über die erreichten Ziele plaudern und sich gegenseitig motivieren. Stressabbau und damit Burnout-Prävention ist ein erklärtes Ziel von „ErgoMinder“. Das nachhaltig gesunde Büroumfeld unter Kollegen gefällt mit Sicherheit auch dem Chef. Schließlich sind entspannte und fitte Mitarbeiter weitaus weniger krank und gehen ihrer Arbeit mit Freude nach.

ABOUT Eva Schwaighofer

Eva Schaighofer ist Pilates- sowie Ernährungstrainerin und steckt hinter der Gesundheitsplattform Individualisten.at. Sie inspiriert zu mehr Individualität in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Wohlbefinden und liefert Ideen für die nachhaltige Umsetzung der persönlichen Gesundheitsvorhaben. Sie teilt ihr Know-how auf ihrer Wissensplattform Individualisten.at in Form von Beiträgen, YouTube-Videos, Podcast-Episoden sowie den dazugehörigen Social-Media-Kanälen wie Instagram.

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